Die Dogge als Haushund

Sie suchen einen Hund?

Groß soll er sein – von imposanter Er scheinung – Ihnen Schutz gewähren – dabei doch gutmütig und kinderlieb? Wer könnte da an einem solchen „Hunderiesen“, der Deutschen Dogge, deren Schulterhöhe beim Rüden mindestens 80cm (Hündin 72cm) betragen muss, vorübergehen?

Drei Wesenszüge bestimmen den Charakter dieses Hundes: Große Wachsamkeit, große Güte, aber auch großes Liebesbedürfnis. Dabei, das muss betont werden, hat ihre Gutmütigkeit nichts mit Feigheit zu tun. Gerade ihre Großmut macht die Dogge so beliebt.

Dem Menschen, den sie mag, gehört ihr ganzes Vertrauen. Sie braucht dessen Liebe, um sich voll zu entfalten. Liebe zur Dogge heißt auch Zeit haben für sie. Wer diese Zeit nicht hat, der soll keine Dogge halten; denn gerade sie verlangt nach Beschäftigung und ist dankbar für jede Stunde, die man sich ihr widmet.

Die Dogge bedarf einer individuellen Erziehung, vor allem der Güte, der Geduld, aber auch der eisernen Konsequenz. Auf eines sei besonders hingewiesen: So erhaben, so selbstsicher sich dieses Tier auch gibt, so empfindsam ist es gegen jede ungerechtfertigte Strafe.

Bei allem Temperament verfügt sie über eine gewisse majestätische Ruhe der Bewegungen. Sie ist deshalb sehr geeignet als Haushund und, bei genügendem täglichen Auslauf, auch noch in einer Etagenwohnung zu halten. Dies vor allem, da sie kein Kläffer ist und nur dann, wenn die Situation es erfordert, ihren sympathischen Baß ertönen lässt.

Es ist bekannt, dass die Dogge ein besonderer Kinderfreund ist. Sie ist rührend in ihrer Geduld und – man ist fast versucht zu sagen – Einsicht den Kleinen gegenüber. Sie spielt mit ihnen, immer darauf bedacht, ihnen nicht weh’ zu tun und ist ihnen ein zuverlässiger Wächter. Doch, um nicht missverstanden zu werden: Eine Dogge ist – wie alle Hunde – kein Spielzeug für Kinder. Unter der Aufsicht „hundeverständiger“ Erwachsener gelingt es leicht, Kinder zu verantwortungsvoller Tierliebe zu erziehen; denn sie begreifen schnell, dass Hunde keine Menschen sind, dass sie aber als liebenswerte, dem Menschen verbundene Tiere unsere Achtung verdienen.